Latente Steuern

05.03.2025
Aktualisiert: 08.03.2025
11 min Lesezeit

Die sachgerechte Erfassung und Bewertung von latenten Steuern hat für Unternehmen einen spürbaren Einfluss auf das ausgewiesene Ergebnis. Viele Firmen beschäftigen sich nur am Rande damit, obwohl das Thema schnell an Bedeutung gewinnt, sobald Differenzen zwischen handelsrechtlicher und steuerlicher Bewertung entstehen. Steuerliche Effekte können den Gewinn, die Ausschüttungspolitik und selbst Investitionsentscheidungen beeinflussen, weshalb Grundkenntnisse zu latenten Steuern für Finanzverantwortliche elementar sind.

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Für die Entstehung von latenten Steuern sind Zeitunterschiede zwischen Steuer- und Handelsbilanz maßgeblich, was in der Praxis zu Abweichungen in der laufenden Ertragssteuer und dem handelsrechtlichen Ergebnis führt. Oft fallen diese Abweichungen erst dann auf, wenn die tatsächliche Steuerlast von der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuerposition abweicht. Wer diese Abweichungen rechtzeitig erkennt, kann sie in die Planung einbeziehen und vermeidet böse Überraschungen beim Jahresabschluss.

Definition von Latenten Steuern

Latente Steuern bilden die Differenz zwischen der Unternehmensbewertung in der Handelsbilanz und der steuerlichen Gewinnermittlung ab. Wenn ein Unternehmen beispielsweise einen Vermögenswert steuerlich anders bewerten muss als im handelsrechtlichen Abschluss, ergibt sich daraus eine Differenz, die zu späteren Steuerzahlungen oder Steuerentlastungen führen kann. Diese erwarteten Steuerbelastungen oder -vorteile spiegeln sich in Form von latenten Steueransprüchen oder latenten Steuerverbindlichkeiten wider.

Diese Abweichungen resultieren häufig aus unterschiedlichen Bewertungsvorschriften. Während das Handelsrecht bereits im Voraus Rückstellungen bilden lässt, erkennt das Steuerrecht manche Ausgaben oder Wertminderungen erst später an. Auch abweichende Abschreibungsdauern können ausschlaggebend sein. Entscheidend ist, dass diese Differenzen nicht sofort steuerwirksam werden, sondern sich erst in zukünftigen Perioden ausgleichen. Daher spricht man von einer latenten Wirkung im Hinblick auf künftige Steuerbelastungen oder -entlastungen.

Ein wesentliches Merkmal von latenten Steuern ist ihre potenzielle Umkehrung in folgenden Geschäftsjahren. Überschreitet die steuerliche Abschreibung beispielsweise die handelsrechtliche Abschreibung, entsteht zunächst ein Zeitvorteil in Form geringerer Steuerzahlungen. Später kann sich dieser Vorteil jedoch umkehren, weil die handelsrechtliche Abschreibung noch aktiv ist, während die steuerliche bereits aufgebraucht ist. Folglich können höhere Steuerbeträge fällig werden.

Latente Steuern verdeutlichen somit, in welchem Umfang Unternehmen zukünftige steuerliche Effekte erwarten können. In der Bilanz werden sie ausgewiesen, um den Anteilseignern, Gläubigern und anderen Stakeholdern ein möglichst realistisches Bild der künftigen Steuer- und Ertragslage zu vermitteln. Wer diese Informationen konsequent nutzt, kann steuerstrategische Entscheidungen besser planen.

Arten von Latenten Steuern

Latente Steuern lassen sich in latente Steueransprüche (aktive latente Steuern) und latente Steuerverbindlichkeiten (passive latente Steuern) unterteilen. Latente Steueransprüche entstehen, wenn ein Unternehmen in künftigen Perioden steuerliche Vorteile erwarten kann, zum Beispiel durch verrechenbare Verluste oder zu hoch bewertete Verbindlichkeiten im Steuerrecht. Latente Steuerverbindlichkeiten ergeben sich hingegen, wenn in späteren Perioden eine höhere Steuerlast droht, etwa weil steuerrechtlich geringere Abschreibungen angesetzt werden als im Handelsrecht.

Eine gängige Methode, diese beiden Formen gegenüberzustellen, ist nachstehende Tabelle, die einen groben Überblick über mögliche Fälle vermittelt:

Latente SteueransprücheLatente Steuerverbindlichkeiten
Entstehen bei zu hoch bewertetem Aufwand in der SteuerbilanzEntstehen bei niedrigem Aufwand oder hohen Erträgen in der Steuerbilanz
Führen künftig zu SteuerentlastungenFühren künftig zu Steuerbelastungen
Verbessern zukünftige LiquiditätVerringern künftige Liquidität

Latente Steueransprüche gelten häufig als positives Signal, dass das Unternehmen in der Zukunft Steuerminderungen geltend machen kann. Jedoch ist auch die Werthaltigkeit dieser Ansprüche zu prüfen. Wenn ein Unternehmen über längere Zeit keine Gewinne erwirtschaftet, kann sich dieser Vorteil im Extremfall als wertlos erweisen. Daher ist eine regelmäßige Überprüfung und gegebenenfalls ein Abschlag auf den Wert aktiver latenter Steuern üblich.

Latente Steuerverbindlichkeiten weisen hingegen auf einen künftigen Mehraufwand beim Steuerzahlen hin. Diese Posten zeigen an, dass ein Unternehmen gegenwärtig von gewissen Steuererleichterungen profitiert, die allerdings später durch Nachversteuerungen ausgeglichen werden müssen. Beide Formen stellen wichtige Informationen für Investoren und Analysten dar, denn sie ermöglichen Rückschlüsse auf die tatsächliche Steuerlast in den kommenden Jahren.

Buchung und Bilanzierung

Unternehmen, die nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) bilanzieren, müssen latente Steuern im Anhang oder auf der Aktiv- beziehungsweise Passivseite ausweisen, wenn wesentliche zeitliche Differenzen vorliegen. Dabei kommt vor allem das Maßgeblichkeitsprinzip zum Tragen: Bestimmte steuerliche Vorschriften, zum Beispiel Abschreibungsregeln, beeinflussen die handelsrechtliche Bilanzierung. Gleichzeitig finden Korrekturen statt, wenn handelsrechtliche Daten nicht mit den steuerlichen Vorgaben übereinstimmen.

Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), insbesondere IAS 12 Income Taxes, gilt das sogenannte Temporary-Concept. Abweichungen zwischen dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld in der IFRS-Bilanz und dem steuerlichen Wert lösen latente Steuern aus. Hier spielt es keine Rolle, ob diese Differenzen nachhaltig bestehen oder sich nur zeitlich verschieben. Der Ausweis erfolgt grundsätzlich in der Bilanz, sofern nicht spezielle Ausnahmeregelungen greifen.

Bei der Verbuchung gibt es grundsätzlich zwei Posten: Aktive latente Steuern zeigen künftige Steuerentlastungen, während passive latente Steuern für spätere Steuerbelastungen stehen. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Veränderungen der latenten Steuerpositionen als Steueraufwand oder Steuerertrag erfasst. Gleiches gilt, wenn sich zum Beispiel durch eine geänderte Steuergesetzgebung der Steuersatz ändert und bereits erfasste Posten neu zu bewerten sind.

Unternehmen müssen in ihren Abschlüssen darlegen, wie die Differenzen und die dazugehörigen latenten Steuerpositionen zustande kommen. Die daraus resultierenden Angaben sollen Transparenz schaffen, damit Abschlussadressaten die wahre Ertrags- und Vermögenslage nachvollziehen können. Mitunter ist ein umfangreicher Anhang notwendig, in dem Buchungsregeln, Steuerquoten und Vorjahresvergleiche offengelegt werden.

Berechnung

Die Berechnung latenter Steuern basiert grundsätzlich auf der Differenz aus handelsrechtlichem und steuerlichem Wert eines bestimmten Postens. Zunächst wird der Unterschied zwischen den beiden Werten bestimmt, um anschließend den jeweiligen Steuersatz darauf anzuwenden. Ergibt sich ein künftiger Vorteil, handelt es sich um einen latenten Steueranspruch, während ein erwarteter Nachteil zu einer latenten Steuerverbindlichkeit führt.

Die Höhe des angewandten Steuersatzes richtet sich dabei nach der Steuerbelastung, welche in den kommenden Perioden erwartet wird. Hier spielen Gesetzesänderungen und zukünftige Steuerhebesätze eine große Rolle. Wenn die Gesetzgebung beispielsweise plant, den Unternehmenssteuersatz zu senken, müssen latente Steuern neu kalkuliert werden. Dies führt besonders bei Unternehmen mit größeren zeitlichen Differenzen zu starken Schwankungen in den Steueraufwendungen.

Neben den zeitlichen Differenzen fließen auch mittelfristige Planungen in die Berechnung ein. Wenn beispielsweise erwartet wird, dass ein Unternehmen in den nächsten Jahren keine ausreichenden Gewinne erwirtschaften kann, muss es seine aktiven latenten Steuern abschreiben. Gleiches gilt, wenn sich eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung eines Vermögenswerts abzeichnet.

Unternehmen sollten daher regelmäßig prüfen, ob die vor Jahren gebildeten latenten Steuern noch den aktuellen Markt- und Ertragsprognosen entsprechen. In der Praxis zeigt sich, dass Fehleinschätzungen hier zu starken Ergebnisverzerrungen führen können. Eine laufende Anpassung sorgt dafür, dass latente Steuern stets ein realistisches Bild der möglichen künftigen Steuerbelastung oder -entlastung widerspiegeln.

Beispiele

In der Praxis entstehen latente Steuern häufig durch Unterschiede bei Abschreibungen. Angenommen, ein Unternehmen schreibt eine Maschine handelsrechtlich über fünf Jahre ab, während steuerlich eine kürzere Abschreibungsdauer von drei Jahren zulässig ist. Während der ersten drei Jahre entsteht eine zeitliche Differenz, weil die steuerliche Abschreibung höher ist als die handelsrechtliche. Dies führt zu einer temporär niedrigeren Steuerlast, die sich in einer latenten Steuerverbindlichkeit manifestiert.

Ein weiteres Beispiel ist die Bildung von Rückstellungen. Im Handelsrecht werden oft höhere Rückstellungen für drohende Verluste oder für Garantieleistungen gebildet, als das Steuerrecht zulässt. Übersteigt die handelsrechtliche Rückstellung die zulässige steuerliche Rückstellung, kann dies einen latenten Steueranspruch erzeugen. Denn irgendwann im Zeitverlauf wird die steuerliche Betrachtung nachgezogen, oder die Rückstellung löst sich ertragswirksam auf.

Auch verlustbedingte latente Steueransprüche kommen in der Praxis häufig vor. Wenn ein Unternehmen in einem schwierigen Geschäftsjahr hohe Verluste einfährt, können diese Verluste steuerlich vorgetragen werden. Wird in kommenden Jahren ein Gewinn erzielt, verringert sich dank dieser Verlustvorträge die Steuerbasis. Dies ist ein Vorteil, den man als aktiven latenten Steuerposten abbildet, sofern die Wahrscheinlichkeit für einen zukünftigen Gewinn ausreichend hoch ist.

Unternehmen müssen diese Beispiele nicht nur in der Theorie verstehen, sondern auch solide dokumentieren. Eine nachvollziehbare Aufteilung der einzelnen Posten ist wichtig, damit Wirtschaftsprüfer und Stakeholder die Entwicklung der latenten Steuern einschätzen können. Mitunter werden umfangreiche Tabellen geführt, in denen jede temporäre Differenz einzeln aufgeführt und bewertet wird.

Relevanz

Latente Steuern sind für die Finanzberichterstattung bedeutsam, weil sie wesentliche Auswirkungen auf das ausgewiesene Jahresergebnis haben. Wenn eine Firma plötzlich erkennen muss, dass Steuervergünstigungen auslaufen, kann dies zu erheblichen Anpassungen der Passivseite der Bilanz kommen. Umgekehrt können Änderungen im Steuerrecht oder eine positive Geschäftsentwicklung die aktivierten latenten Steuern aufwerten und den Gewinn erhöhen.

Neben dem Jahresergebnis beeinflussen latente Steuern auch die Kennzahlen zur Kapitalstruktur, da sie das Eigen- und Fremdkapital verändern können. Analysten betrachten diese Posten mit erhöhter Aufmerksamkeit. Ein Unternehmen mit hohen latenten Steuerverbindlichkeiten könnte beispielsweise in Zukunft weniger Ausschüttungen an die Anteilseigner vornehmen, da größere Steuerzahlungen anfallen werden. Gleichzeitig kann ein hoher Bestand an latenten Steueransprüchen als Indiz für zukünftige Steuerersparnisse gelten, was die Planungssicherheit steigert.

Aus steuerstrategischer Sicht spielen latente Steuern eine Rolle bei der Investitionsplanung. Firmen können durch gezielte Maßnahmen, wie die Wahl bestimmter Abschreibungsmethoden oder die optimierte Nutzung von Verlustvorträgen, ihren Steueraufwand steuern. Dabei geht es jedoch nicht allein um aktuelle Steuerersparnisse, sondern auch um die möglichen Auswirkungen auf kommenden Perioden. Eine langfristige Perspektive ist ratsam, damit sich Vorteile nicht in spätere Belastungen umwandeln.

Durch die Berücksichtigung latenter Steuern können Unternehmen außerdem das Vertrauen von Kapitalgebern stärken. Eine transparente Darstellung in der Bilanz signalisiert Sorgfalt und Professionalität. Weiterhin geben latente Steuerpositionen Auskunft darüber, wie konsequent das Unternehmen die steuerlichen Rahmenbedingungen nutzt und welche zukünftigen Belastungen oder Entlastungen zu erwarten sind.

Weiterführende Informationen

Für einen vertieften Einblick empfiehlt sich ein Blick in IAS 12 (Income Taxes) für IFRS-Abschlüsse, der detaillierte Vorgaben zur Erfassung, Bewertung und Darstellung latenter Steuern macht. Ebenfalls lohnt es sich, die Regelungen im deutschen Handelsrecht, insbesondere § 274 HGB, zu studieren. Hier zeigt sich, wie Unternehmen nach nationalem Recht vorgehen und in welchen Fällen sie latente Steuern in der Bilanz berücksichtigen müssen.

Auch praxisnahe Kommentare und Handbücher liefern hilfreiche Erläuterungen, wie zum Beispiel das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) mit seinen Stellungnahmen. Wer sich intensiver mit Steuerpolitik befassen möchte, kann auf Webseiten wie der Bundesregierung oder dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) nach aktuellen Gesetzesvorhaben, Erlassen und Informationsschriften suchen. Solche Quellen bieten oft weiterführende Hinweise auf neue Entwicklungen, die das gesamte Themenfeld der latenten Steuern beeinflussen können.

Wer noch mehr Praxisbeispiele sucht, findet in Fallstudien zur Bilanzierung häufig ausführliche Rechenbeispiele und Vorher-Nachher-Vergleiche. Dabei werden sämtliche relevanten Buchungsschritte, die sich aus einer Wertveränderung für handelsrechtliche und steuerliche Zwecke ergeben, transparent dargestellt. Auch Tutorials, Fachforen und Seminare geben ergänzende Informationen, um das eigene Wissen zu vertiefen.

Letztlich lässt sich die Komplexität nur durch stetiges Üben und den Austausch mit Fachkollegen in den Griff bekommen. Wer sich mit den steuerlichen und bilanziellen Regeln auseinandersetzt, profitiert davon beim Jahresabschluss, in Verhandlungen mit Banken und Investoren oder bei Fusionen und Übernahmen. Latente Steuern sind zwar kein tägliches Thema, können aber bei jeder größeren Unternehmensentscheidung eine Rolle spielen.

Welche Rolle spielen latente Steuern für Einzelunternehmer?
Auch Einzelunternehmer können latente Steuern haben, wenn etwa Abschreibungen unterschiedlich gehandhabt werden. Allerdings sind die Vorschriften bei Personengesellschaften anders strukturiert als bei Kapitalgesellschaften. Wenn das Unternehmen zum Beispiel nach HGB bilanzieren muss, gelten ähnliche Grundsätze wie bei größeren Gesellschaften.
Wie oft sollten latente Steuern überprüft werden?

Fazit

Latente Steuern sorgen dafür, dass Unternehmen Abweichungen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen transparent machen. Dieser Posten stellt nicht nur eine reine Rechengröße dar, sondern gibt Hinweise darauf, wo mögliche Steuerbelastungen oder Steuervergünstigungen in der Zukunft liegen. In Phasen mit starkem Wachstum kann die Aktivierung latenter Steueransprüche zum Beispiel helfen, künftige Steuervorteile sichtbar zu machen. In anderen Situationen muss ein Betrieb hingegen feststellen, dass latente Steuerverbindlichkeiten das Ergebnis belasten werden.

Das Wissen um latente Steuern ist somit essenziell, um solide Bilanzdaten zu präsentieren und realistische Zukunftsprognosen abzuleiten. Während sich aktive latente Steuern in einer erfolgreichen Phase durchaus positiv auf die Darstellung der Vermögenslage auswirken können, beobachten Analysten und Kreditgeber latente Steuerverbindlichkeiten sehr genau. Wer das Thema gründlich durchdringt, kann den eigenen Jahresabschluss optimieren und auf Gesetzesänderungen souverän reagieren. Letztlich profitieren auch Anteilseigner von einer sauberen Abbildung, denn nur so erhalten sie ein authentisches Bild von der Unternehmensperformance.

Insgesamt dient die Betrachtung latenter Steuern als Frühwarnsystem für künftige Steuerzahlungen und als Chance, steuerliche Vorteile nicht ungenutzt zu lassen. Die mitunter komplexen Regeln machen eine sorgfältige Planung jedoch unerlässlich. Ein einfacher Blick auf den Jahresabschluss reicht nicht aus, um versteckte Potenziale oder Risiken durch latente Steuern zu erkennen. Stattdessen sollten Fachleute im Finanz- und Controlling-Bereich regelmäßig prüfen, ob die Annahmen der Vorjahre noch Bestand haben und ob aktuelle Entwicklungen eine Neubewertung erfordern.

Unternehmen, die das Thema ernst nehmen und ihre latenten Steuerpositionen regelmäßig anpassen, haben nicht nur eine zuverlässige Bilanz, sondern auch einen klareren Blick in die Zukunft. Dies stärkt das Vertrauen der Stakeholder und hilft, strategische Entscheidungen fundierter zu treffen. Gerade in Zeiten schneller Marktveränderungen ist es wichtig, die eigenen Ressourcen und Verpflichtungen realistisch zu kalkulieren, anstatt von plötzlichen Steueranpassungen überrascht zu werden.